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Sichere Atomenergie: Utopie oder Wirklichkeit?
11.07.2013 

Das Atomkraftwerk von Rostow ist ein leuchtendes Beispiel für die Lösung von Problemen dieser Energiequelle. Nach Meinung von "Rosatom" ist es das sicherste Kraftwerk der Welt.Das verwilderte Atomkraftwerk Krim nicht weit von der Stadt Schtschelkino ist das malerische Denkmal einer vergangenen Epoche der Kernenergie.

Der Bau des Kraftwerks wurde 1986 nach dem Unfall im Atomkraftwerk von Tschernobyl eingestellt. Die verlassene Atmosphäre dieses unvollendeten Projekts diente bereits vielen als Quelle der Inspiration: hier fand regelmäßig "Kazantip" statt, das größte Festival für elektronische Musik der UdSSR, außerdem wurden hier Teile des Films "Obitaemyj Ostrow - Die bewohnte Insel" von Fjodor Bondartschuk gedreht. Von Zeit zu Zeit verirren sich einzelne Touristen hierher, aber im Wesentlichen ist es ein Geisterkraftwerk.Einige hundert Kilometer entfernt jedoch, am Ufer des Schwarzen Meeres, in der Nähe der Stadt Wolgodonsk erhebt sich das Atomkraftwerk von Rostow, das eine ganze Region mit Strom versorgt. Zur Zeit arbeiten hier mehr als 5000 Menschen. Auch dieses Kraftwerk wurde in der Zeit der Katastrophe von Tschernobyl gebaut, doch hier kamen die Behörden zu einem anderen Ergebnis: Statt das Projekt vollständig zu stoppen, statteten sie es mit einem verbesserten Sicherheitssystem aus.
Obwohl die Inbetriebnahme des dritten Reaktors erst in diesem Jahr geplant ist, erklärte "Rosatom" (der staatliche Verband für Kernenergie) das Atomkraftwerk Rostow bereits zum sichersten Atomkraftwerk der Welt. 

Ein Sektor im Aufschwung
Nach der Katastrophe im Atomkraftwerk “Fukushima”, nach der die Gewinnung von Schiefergas und Erdöl förmlich explodierte, verkündeten einige Analytiker, dass die Tage der Atomenergie gezählt seien, Atomkraftwerke in der ganzen Welt zu Ruinen verfallen und nur noch Denkmäler der wundersamen Menschheitsgeschichte sein würden.  
Aber alles deutet darauf hin, dass die Kernenergie erneut an Popularität gewinnt: Von den 20 führenden Erdgasförderländern starteten 15 ein Programm zum Ausbau des Kernenergiesektors, wie Experten des Rats für die stabile Stromversorgung beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg verlauten ließen. Prognosen von "Rosatom" zufolge werden bis zum Jahr 2020 weltweit 460 Gigawatt Kernenergie erzeugt werden (zum Vergleich: eine große moderne westliche Stadt verbraucht weniger als ein Gigawatt). 

Verfahrenstechnische Verbesserungen der Sicherheit
Der modernste Reaktor im Atomkraftwerk Rostow kann Erdbeben der Stärke 9 auf der Richter-Skala oder den Einschlag einer "Boeing" mit 400 Tonnen aushalten. Dies berichtete Alexander Poluschkin, der Direktor für Engineering-Projekte des Konsortiums "Rosenergoatom", einer Filiale von "Rosatom".Außerdem, fügte Poluschkin hinzu, ermöglichen es die neuen Verfahren, dass ein Atomkraftwerk selbst dann, wenn die Stromzufuhr abgeschaltet wird, normal weiter arbeiten kann. Außerdem sei das neue Modell billiger in der Herstellung als die Vorgängermodelle.Die Kernenergie werde durch ihre Sicherheit, ihren geringen Preis und den geringeren Ausstoß von Kohlenoxiden in die Atmosphäre bald die Hauptrolle in der weltweiten Energieversorgung spielen.Was die erzeugte Strommenge betrifft, so hat ein Atomkraftwerk dieselbe Leistung wie fünf traditionelle Wärmekraftwerke bei gleicher Abfallmenge. Sergej Kirinenko, Generaldirektor von "Rosatom", betont außerdem die Wichtigkeit der Preisstabilität. Die Kernenergie ermögliche es, nach seinen Worten, diese Stabilität über eine Betriebsdauer des Reaktors von 60 Jahren zu garantieren. Alexander Moskalenko, Präsident der Firmengruppe "GCE Group", ist der Ansicht, dass verglichen mit anderen Verfahren zur Energiegewinnung die Nebeneffekte der Kernenergie verschwindend gering seien. 
"Der Bau eines Atomkraftwerks, im Gegensatz zu einem Wasserk raftwerk, erfordert keine großen Flächen, die für die Landwirtschaft genutzt werden könnten," sagt er. "Der Ausstoß krebserregender Kohlenwasserstoffe in die Atmosphäre, die Kraftwerke aller uns bekannten Arten der Energiegewinnung erzeugen, machen sie zum größten Feind der Menschen, die in ihrer Nähe wohnen. Die Kernenergie ist in diesem Sinne eine nahezu harmlose Alternative.Der Energieverbrauch wächst mit konstanter Geschwindigkeit, und die Menschheit kann diese Energiequelle nicht einfach ignorieren," schließt er. "Eine Alternative zur Kernenergie ist in den nächsten 100 Jahren für uns nicht in Sicht und in einigen Ländern werden Atomkraftwerke bis zu 80% des gesamten Strombedarfs liefern."Der Unfall im Atomkraftwerk "Fukushima" war der stärkste Anstoß für die Verstärkung der Sicherheitssysteme beim Bau von Kernreaktoren, denkt Moskalenko. Nach seinen Worten sieht die gesamte Branche ihre wichtigste Aufgabe in der Reduzierung der Risiken auf ein Minimum."Kein Reaktor kann zu 100% sicher sein, wie auch kein Auto zu 100% geschützt vor Unfällen sein kann," erklärt er. "Wir können das Sicherheitsniveau bei der Deckung der wachsenden Nachfrage nach Energie erhöhen. Dafür müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Unsere Aufgabe ist es, dabei so nah wie möglich an die einhundertprozentige Sicherheit heran zu kommen," schließt Moskalenko.

Quelle: Russia Beyond the Headlines
 
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